Veranstaltung

Transnationale Verantwortungsnarrative

Matthias Lutz-Bachmann (Frankfurt a.M.)

19:00-21:00
Berliner Seminar Recht im Kontext
Wissenschaftskolleg zu Berlin, Villa Jaffé
Wallotstr. 10, 14193 Berlin

Der Begriff der „Verantwortung“ ist kein klassischer Begriff der philosophischen Ethik. Erst seit Max Webers Rede von einer „Verantwortungsethik“ nimmt er eine prominente Stellung in der praktischen Philosophie ein, da sich viele zeitgenössische Ansätze in der philosophischen Ethik und der politischen Philosophie auf Max Weber und seine Nachfolger beziehen. Vor diesem Hintergrund entwickelt Matthias Lutz-Bachmann in seinem Vortrag einen Vorschlag für ein normatives Konzept von Verantwortung, das angesichts der Prozesse der Globalisierung und der Transnationalisierung des Rechts eine moralisch-politische Relevanz besitzt.

Matthias Lutz-Bachmann ist seit 1994 Professor für Philosophie an der Goethe-Universität. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Praktische Philosophie mit dem Schwerpunkt Ethik und Politische Philosophie, die Philosophie des Mittelalters, Kant und die Kritische Theorie der  Frankfurter Schule. Seit 2007 gehört er als PI dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an, seit 2012 ist er Direktor des Forschungskollegs Humanwissenschaften der Goethe-Universität sowie Projektleiter des BMBF-Projekts „Saisir l’Europe. Zusammen mit Thomas Duve leitet er seit 2013 das Akademien-Projekt „Die Schule von Salamanca“ und seit 2015 ein Projekt zur Politischen Philosophie des 13. und 14. Jahrhunderts im DFG-Sonderforschungsbereich 1059 „Schwächediskurse und Ressourcenregime“. Von 2009 bis 2016 war Matthias Lutz-Bachmann Vizepräsident der Goethe-Universität. Zuletzt ist von ihm der Band „Postsäkularismus – Zur Diskussion eines umstrittenen Begriffs“ erschienen.