Veranstaltung

Darf der Staat seine Bürger anstupsen? Entscheidungsarchitekturen und „Nudges“ als Herausforderungen für die Demokratie

Recht im Kontext Book Launch

18:15-19:45
Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum
Auditorium (Ostflügel)
Geschwister-Scholl-Straße 1/3
10117 Berlin

Buchvorstellung und Podiumsdiskussion zu „Choice Architecture in Democracies – Exploring the Legitimacy of Nudging“ (Nomos / Hart Publishing, Baden-Baden / Oxford 2016)

Entscheidungsarchitekturen sind allgegenwärtig. „Nudging“ wird zunehmend als vielversprechendes Instrument angesehen, um Bürgerinnen und Bürger zu „vernünftigem“ Verhalten anzuhalten: gesünder zu leben, sich besser zu versichern oder Entscheidungen zu treffen, die dem Gemeinwohl dienen. Doch welche Probleme treten auf, wenn der Staat versucht, über verhaltensökonomisch informierte Regulierung bestimmte Entscheidungsergebnisse zu forcieren und damit in die Freiheit des und der Einzelnen eingreift? Wie legitim ist ein solcher „libertarian paternalism“ (Sunstein/Thaler) in der Demokratie? Auf dem Podium diskutieren die Herausgeber des Bandes mit dem Philosophen und Ökonomen Robert Lepenies über die in der Publikation abgebildete hochaktuelle Debatte und die Herausforderungen und ethischen Dilemmata eines neuen politischen und rechtlichen Feldes.

Mit Alexandra Kemmerer (Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg), Robert Lepenies (Freie Universität Berlin), Christoph Möllers (Humboldt-Universität zu Berlin), Maximilian Steinbeis (Verfassungsblog), Gerhard Wagner (Humboldt-Universität zu Berlin)

Moderation: Gudula Geuther (Deutschlandradio)

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